Stella Novena

Так спи,
Мои глаза еще открыты.
Все чаши ливня, кажется, пусты.
Ночь сердце будет трогать, сердце — жито.
Но слишком поздно, жница, для косы.

Так снежно-бел ты, ветер небосвода!
Бело, что отнято, бело, что есть!
Ты знаешь счет часам, я знаю годы.
Мы пили ливень, ливень пили здесь.

Paul Celan

Leger Des Heils

—Götterheimat

The most cowardly, unresisting people become implacable as soon as they can exercise their absolute parental authority. The abuse of this authority is, as it were, a crude compensation for all the submissiveness and dependence to which they abase themselves willy-nilly in bourgeois society.

—Marx

Весь день — состояние острейшей ностальгии, ностальгии по всему: по родине, детству, тому, что своими руками разрушил, по стольким пустым годам, стольким бесслезным дням… Не гожусь я для «жизни». Я был создан для существования совершенно дикого, в абсолютном одиночестве, вне времени, в призрачном, закатном раю. Призвание к тоске я довёл до степени порока

—(via nurewigkeit)

Ich habe allem Leben
Mit jedem Abendrot
Den Abschiedskuß gegeben,
Und jeder Schlaf ist Tod.

Und wenn ich einsam weine,
Und wenn das Herz mir bricht,
So sieh im Sonnenscheine
Mein lächelnd Angesicht.

Ich sinke ewig unter,
Und steige ewig auf,
Und blühe stets gesunder
Aus Liebes-Schoß herauf.

Das Leben nie verschwindet,
Mit Liebesflamm’ und Licht
Hat Gott sich selbst entzündet
In der Natur Gedicht.

Das Licht hat mich durchdrungen,
Und reißet mich hervor;
Mit tausend Flammenzungen
Glüh’ ich zur Glut empor.

So kann ich nimmer sterben,
Kann nimmer mir entgehn;
Denn um mich zu verderben,
Müßt’ Gott selbst untergehn.

Clemens Brentano

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WHAT 

WAHT

WAT

I did post about this in the past, but I’ll just give this reminder:

You can increase the undo history as much as you wish to your liking, but it will slow down Photoshop depending on how big you make it. I’m not sure if increasing your computer’s RAM will remedy this problem, but I thought I just throw that out there.

(Source: twinkhorse, via anatomicalart)

Geistesmahnung


Soll die Erde dich besiegen,
Ihre kalte, feige Macht?
Willst du dich mit Sklaven schmiegen
Wie in dumpfer Kerkersnacht?
Willst du gleich den Feigen sorgen
Um ein Ding, das nimmer dein?
Armer Geist! Dann bringt kein Morgen
Deinem Dunkel Sonnenschein.

Hast du Federn doch und Schwingen,
Edler Geist, so schwinge dich!
Laß sie rauschen, laß sie klingen!
Und die Nebel senken sich,
Wann du deine Höh’ erflogen,
Und die dumpfe Nacht wird licht,
Und der Wahn, der dich belogen,
Weicht der Freude Sonnenlicht.

Freude! Freude! Welche Flügel!
Mut! O welches Schlachtenroß!
Diese reißen alle Zügel,
Diese sprengen jedes Schloß,
Diese brechen alle Riegel
Feiger Sorge, eitler List,
Diese, Unterpfand und Siegel,
Daß du Sohn des Himmels bist.

Sohn des Himmels, Kind der Sterne!
Dort dein Heim, dein Sitz, dein Reich –
Tiefe, Höhe, Nähe, Ferne,
Erd’ und Himmel - Alles gleich!
Wo die Flügel immer schweben,
Liegt dein Reich. Auf, nimm es ein!
Nimm dein Reich ein, nimm dein Leben,
Nimm dich selbst! – Die Welt ist dein.

Ernst Moritz Arndt.